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Das Down-Syndrom (auch Trisomie 21 genannt) ist sicherlich die
bekannteste Chromosomenschädigung, sie zählt aber nicht zu den
Erbkrankheiten. Trisomie 21 bedeutet, dass das Chromosom 21 nicht wie
normal in doppelter, sondern wie bei anderen Trisomien auch in
dreifacher Ausprägung vorliegt. Statt 46 Chromosomen besitzen Menschen
mit einem Down-Syndrom 47 Chromosomen (siehe unten).
Jahrhunderte alte Erkrankung Die
Ausprägung der Chromosomenschädigung ist seit Jahrhunderten bekannt.
Auf einem Altar von 1505 kann man einen Menschen mit Down-Syndrom
erkennen. Der englische Arzt John Langdon Down (1828-1896) faßte als
erster Arzt die charakteristischen Merkmale dieser Erkrankung zusammen.
Die Ursache des Zustandes war ihm jedoch unbekannt und wurde erst 1959
entdeckt. Menschen mit Down-Syndrom wurden früher aufgrund ihrer
Ähnlichkeit zu den Mongolen als "mongoloid" bezeichnet. Ein solcher
Begriff ist heute unzeitgemäß und kann beleidigend wirken.
Symptome Die
Symptome des Down-Syndroms sind: geistige Behinderung, rundlicher
Minder- bzw. Kleinwuchs, schräge Augenfalte, tiefsitzende, oft
verkleinerte Ohren, eine verbreiterte Nasenwurzel, ein meist offener
Mund mit erhöhtem Speichelfluß und eine vergrößerte Zunge. In 40 bis 60
Prozent treten verschiedenartige Herzfehler auf; oft gibt es
Schädigungen des Verdauungstraktes. Das Seh- und Hörvermögen ist meist
eingeschränkt. Bei Neugeborenen tritt eine atypische Falte in der
Handfläche auf. Eine Diagnose wird in der Regel durch
Inaugenscheinnahme der betreffenden Person oder durch das Auszählen der
Chromosomen unter dem Mikroskop erstellt.
Krankheitshäufigkeit In
den Industriestaaten kommt auf etwa 650 Geburten durchschnittlich ein
Kind mit Down-Syndrom. Die Krankheitshäufigkeit steigt stark mit dem
zunehmenden Alter der Mutter und weniger stark mit dem des Vaters an.
Bei 35- bis 40-jährigen Müttern wird eins von 260 Lebendgeborenen, bei
40- bis 45-jährigen Müttern bereits eins von 50 Kindern mit
Down-Syndrom geboren. Insgesamt leben in der Bundesrepublik Deutschland
rund 30.000 bis 50.000 Menschen mit dem Down-Syndrom; in den USA sind
es rund 100.000 bis 150.000 Menschen.
Tests zur Früherkennung Seit
einigen Jahren besteht die Möglichkeit, das individuelle Risiko für ein
Kind mit einem Down-Syndrom durch einen einfachen Bluttest
(Tripel-Test) zu präzisieren bzw. das Syndrom durch eine
Chorionzottenbiopsie oder eine Amniozentese
( Fruchtwasseruntersuchung)
zu diagnostizieren. Bereits ab der zwölften Schwangerschaftswoche kann
ein erfahrener Gynäkologe per Ultraschall ein Down-Syndrom vermuten,
wenn er ein auffälliges Nackenödem beim Fetus sieht.
Bei einem positivem
Ergebnis der pränatalen Diagnostik erfolgt in den Industrienationen in
über 90 Prozent der Fälle auf Wunsch der Mutter bzw. der Eltern ein
Schwangerschaftsabbruch.
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