Leitsymptom ist der zyklusabhängige Schmerz, der oft schon 1-3 Tage vor der Periodenblutung auftritt (Häufigkeit ca. 78%)
Durch Herde im Bereich der Eileiter, die die freie Beweglichkeit und
Durchgängigkeit für die Eizellen behindern, kann eine Unfruchtbarkeit
auftreten (Häufigkeit ca. 52%)
Zyklusunabhängige Schmerzen im kleinen Becken treten als Spätfolge der Verwachsungen auf (Häufigkeit ca. 45%)
Endometrioseknötchen über oder hinter der Scheide können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursachen (Häufigkeit ca. 28%)
Endometriosezysten im Eierstock entstehen durch fortwährende Einblutungen in das Eierstocksgewebe (Häufigkeit ca. 21%)
Erkennung:
Zyklusabhängige Schmerzen sowie ungewollte Kinderlosigkeit können durch
eine Endometriose verursacht sein und sollten frauenärztlich abgeklärt
werden.
Die gynäkologische Untersuchung liefert erste
Hinweise auf eine Endometriose. Druckschmerzen im Unterbauch oder
knotige, druckschmerzhafte Schwellungen sind mögliche Befunde, die auf
eine Endometriose hinweisen. Gelegentlich sind Endometrioseknötchen bei
der Spiegeluntersuchung in der Scheide direkt sichtbar.
Bei
Verdacht auf Endometriose ist eine ergänzende
Vaginalultraschalluntersuchung zu empfehlen. Erkennbar sind
Endometriosezysten an den Eierstöcken, Eileiterverdickungen sowie
größere Endometrioseherde im Unterbauch. Kleinere, flächige
Endometrioseherde sowie Verwachsungen können im Ultraschall nicht
zuverlässig erkannt werden.
Bei stärkeren Beschwerden,
unerfülltem Kinderwunsch oder Endometriosezysten ist eine
Bauchspiegelung in Vollnarkose die sicherste Methode zur Erkennung und
Behandlung der Endometriose.