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BehandlungOperation: Die Erfolgsquote, mit der Endometrioseherde entfernt und
Verwachsungen gelöst werden können, beträgt 70-90%. Abhängig vom
Krankheitsstadium werden unfruchtbare Patientinnen nach der operativen
Sanierung in 60-70% schwanger. Die Operation gilt daher heute als
Verfahren der Wahl. Meist kann der Eingriff im Rahmen der
Bauchspiegelung durchgeführt werden. Bei unerfülltem Kinderwunsch ist
evtl. gleichzeitig eine Gebärmutterhöhlenspiegelung mit
Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter sinnvoll. Selten kann bei sehr
ausgedehntem Befall ein Bauchschnitt notwendig werden.
Medikamentöse Therapie: Entzündungshemmende Medikamente
können bei
Regelschmerzen Linderung bringen. Gelbkörperhormone und Antibabypillen
können die Schmerzen ebenfalls günstig beeinflussen und reduzieren das
Wachstumstempo der Endometrioseherde. GnRH-Analoga werden monatlich
gepritzt und führen zu einem Entzug weiblicher Geschlechtshormone.
Dadurch trocknen die Endometrioseherde gewissermaßen aus. Unter dieser
Therapie ist ein deutlicher Beschwerderückgang sowie eine Verkleinerung
der Endometrioseherde um 50% zu erwarten. Je nach Therapieschema treten
Nebenwirkungen wie Hitzewallungen auf, die mit einem vorübergehenden
Eintritt der Wechseljahre vergleichbar sind. Diese Behandlung wird
selten länger als sechs Monate durchgeführt und hat, wie andere
Behandlungsmethoden auch den Nachteil, dass die Herde wieder auftreten
können.
Schwangerschaft: Durch den konsequenten Entzug der
Regelblutung über mindestens neun Monate der Schwangerschaft und die
folgende Stillzeit erfolgt ebenfalls eine Austrocknung der Herde. Die
Erfolgsquote ist hoch. Leider trägt eine Endometriose häufig zu
Empfängnisproblemen und damit zur Verhinderung einer Schwangerschaft
bei.
Abhängig von der
Ausdehnung der Endometriose, Intensität der Beschwerden und unter
Berücksichtigung eines evtl. Kinderwunsches wird man einer
medikamentösen oder einer operativen Behandlung den Vorzug geben.
Häufig ist auch die Kombination beider Verfahren für eine erfolgreiche
Therapie der Endometriose notwendig.
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