Bundesfamilienministerin plant Hilfen für ungewollt kinderlose Paare. Klingt gut, ist aber nur die Rückkehr zu vergangenen Richlinien. Bis 2004 wurde Paaren bei einer künstlichen Befruchtung eine Unterstützung bi vier Versuchen in voller Höhe zuteil, mit der Gesundheitsreform wurde die finanzielle Unterstützung auf drei Versuche und einem Eigenanteil von 50% reduziert. Das führte bereits im ersten Jahr nach der Änderung zu einer Minderzahl von ca. 10.000 Schwangerschaften.
Schröder kehrt also nur zu "alten Zeiten" zurück. Ein weiteres Thema sind die Adoptionen. Dort sollen Altersgrenzen und zeitliche Zuwendungsbeschränkungen verändert werden. Netter Versuch, jedoch wird dabei eines völlig übersehen: Es gibt kaum Kinder zur Adoption, sondern viel häufiger zur Pflege. Das Problem wird sich also nur durch die Änderung der Zugansmodalitäten nicht lösen lassen.
