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Gebärmutterhals

Anteil der Gebärmutter. Der untere Teil ist in der Scheide sichtbar als Portio, welcher Ziel des Abstriches der Krebsvorsorge ist. Dabei werden Zellen von der Oberfläche abgestrichen und mikroskopisch untersucht. Spermien müssen zur Befruchtung den Gebärmutterhals passieren um im Eileiter auf die Eizelle zu treffen. Die Krebserkrankung heißt Gebärmutterhalskrebs (Cervixcarcinom).

Detaillierte Informationen auch hier:
Gebärmutterkörper
Der weitaus größere Anteil der Gebärmutter. Die innerste Schicht ist eine Schleimhaut (Endometrium) .Die Schleimhaut verbreitert sich in der ersten Zyklushälfte unter dem Einfluss von Östrogenen. Nach dem Eisprung bereitet das Hormon Progesteron die Schleimhaut auf ein befruchtetes Ei vor. Im Falle einer Schwangerschaft nistet sich das Ei in der Gebärmutter ein und wächst heran. Bleibt eine Befruchtung aus, wird die Schleimhaut mit der Regelblutung ausgestoßen. Die Krebserkrankung heißt Gebärmutterkrebs (Corpuscarcinom).
Geburtstermin
Der Gynäkologe errechnet den Zeitpunkt der Entbindung nach der Naegel'schen Regel: Erster Tag der letzten Regel + sieben Tage – drei Monate + ein Jahr. Im Gravidarum, einer runden Drehscheibe, bestimmt der Frauenarzt den Termin durch Drehen der Scheibe. Heute ersetzen zunehmend Computer die Berechnung. Eine normale Schwangerschaft dauert zwischen 38 und 42 Wochen. Lediglich 4% aller Kinder werden exakt am Termin geboren.
Gelbkörper
Nach dem Eisprung bildet sich der Follikel, welcher im Eierstock die Eizelle enthalten hatte, zurück und wird zum Gelbkörper, welcher aufgrund der Färbung so bezeichnet wird. Dieser produziert überwiegend das Gelbkörperhormon Progesteron.
Gelbkörperhormon
Ein Geschlechtshormon, die Oberbezeichnung nennt man Gestagene. Dazu gehört das Progesteron. Wird unter anderem im Gelbkörper produziert. Wird z.B. für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut in der zweiten Zyklusphase benötigt.
Gewichtszunahme
Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft beträgt bei schlanken Frauen 12,5-18 kg. Mittelgewichtige Schwangere nehmen zwischen 11,5 und 16 kg und übergewichtige Frauen zwischen 7-11,5 kg zu. In der Regel steigt das Gewicht erst ab dem 4. Monat auffällig an und zwar um 200-250g/Woche und ab dem 7. Monat um ca. 450g/Woche. Das Gewicht wird bei jedem Arztbesuch im Mutterpass dokumentiert.
HCG Humanes Choriongonadotropin
Dieses Hormon wird bereits im sehr frühen Schwangerschaftsstadium von dem Mutterkuchen hergestellt. Es spielt eine wichtige Rolle für den Erhalt der Schwangerschaft. Dieses Hormon wird bei den Schwangerschaftstests im Urin oder auch im Blut nachgewiesen.
Hitzewallungen
Schwankungen des Hormonhaushaltes werden in den Wechseljahren dafür verantwortlich gemacht. Es kommt zu einer vorübergehenden Erhitzung der Haut, oftmals mit Schweißausbrüchen und Gesichtsrötung. Die Häufigkeit und Dauer der Hitzewallungen schwanken erheblich. Hitzewallungen treten häufig nachts auf und sind für die betroffenen Frauen oftmals mit Schlafstörungen verbunden.
HIV
Human Immunodeffiency Virus. Bezeichnet die Infektion mit dem HI 1 oder HI 2 Virus. Kommen Laborveränderungen oder andere Erkrankungen, wie eine Tuberkulose, Sarkome, Lungenentzündungen dazu, spricht man von AIDS.
Hormonersatztherapie (HRT/HET)
Der Hormonmangelzustand der Wechseljahres kann erhebliche Beschwerden verursachen. Diese können unter anderem durch die Gabe von Hormonen gebessert oder beseitigt werden. Eine Behandlung mit Hormonen sollte nach einem definierten Zeitraum unterbrochen werden, um zu testen ob eine weitere Behandlung noch notwendig ist.
Hormonspirale
Spezielle Spirale bei der eine normale Spirale mit einem Stäbchen gefüllt mit einem Gelbkörperhormon kombiniert ist. Vorteile sind die höhere Verhütungssicherheit als bei einer normalen Spirale, die Blutungen sind durchschnittlich kürzer und geringer, teilweise bleiben sie völlig aus.
HPV

Humane Papilloma-Viren stellen eine Gruppe von mehr als 150 verschiedenen DNA-Viren dar, denen zur Unterscheidung eine Zahl nachgestellt wird. Es sind alle unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA) zu den Papovaviren gehörig. Da sie durch sexuelle Kontakte übertragen werden können, zählen die durch sie verursachten Erkrankungen zu den sexuell übertragbaren Krankheiten.

Aktuell seit November 2006 existiert eine Impfung gegen zwei der bei Gebärmutterhalsveränderungen am häufigsten vorkommenden HPV Typen und gegen zwei der am häufigsten bei Condylomen gefundenen Typen.

 

Weitergehende Informationen zu HPV finden Sie hier:

HSG

Hysterosalpingographie
Darstellung der Eileiter durch Einspritzen von Kontrastmittel. Mittels eines Adapters, welcher am Gebärmutterhals befestigt wird, wird ein Kontrastmittel durch denselben in die Gebärmutter-höhle und durch die Eileiter gespritzt. Dieser Vorgang wird unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Damit lassen sich die Eileiter darstellen und beurteilen ob diese offen sind oder ein Verschluß vorliegt. Zusätzlich wird dabei auch die Gebärmutterhöhle (Cavum Uteri) beurteilt. Wird in lokaler Betäubung durchgeführt.

Hyperemesis Gravidarum
Schwangerschaftsbedingtes anhaltendes Erbrechen. Eine normale Nahrungsaufnahme ist nicht möglich, der Verlust an Flüssigkeit muß durch Infusionen ersetzt werden. Im Gegensatz zur milden Emesis gravidarum muß dieser Zustand immer behandelt und meistens stationär behandelt werden.
Hypermenorrhoe
Zu starke Blutung mit einem erheblich höheren Tamponbedarf als üblich.
 
Gründe:
 
Gebärmuttervergrößerung (Myom).
Hormonstörung z.B. in den Wechseljahren.
Gerinnungsstörung (verringerte Gerinnbarkeit des Blutes). 
Hypomenorrhoe
Deutlich verringerte Blutungsstärke.
 
Gründe:
 
  • Normabweichung
  • Pille
  • Operationsfolge 
Hysterosalpingokontrastsonographie
Darstellung der Eileiter durch ein Kontrastmittel unter Ultraschall-kontrolle. Der Vorgang wird meist mit Video dokumentiert. Damit läßt sich wie bei der HSG darstellen ob der Eileiter offen oder geschlossen ist.
IGEL

IGEL (Individuelle Gesundheitsleistungen)

Die Igelleistungen sind medizinisch sinnvolle und ärztlicherseits empfehlenswerte Zusatzleistungen, die auf Wunsch der Patientin hin veranlasst werden, aber von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet werden dürfen. Sie werden auf der Basis der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet, d.h. die Patientin kommt für die Kosten selbst auf.

Inkontinenz

Inkontinenz

Unwillkürlicher Verlust von Urin. Verursacht wird dieses Problem entweder durch einen Verlust der Feinsteuerung der Funktion der Blase (Urgeinkontinenz) oder durch eine Veränderung der Anatomie im Bereich der Blase, Gebärmutter und Beckenboden (Stressinkontinenz). Ausführliche Informationen hier .

IUP ( Spirale)
Ein Kunstoffkörper, meistens in Form eines T entweder mit einer Umwicklung aus Kupfer oder einem Hormonstäbchen (Hormonspirale), welcher zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird und dort einige Jahre verbleiben kann. Ausführliche Informationen hier .
Kaiserschnitt
Entbindung des Kindes durch eine Operation. Dabei wird heute üblicherweise knapp oberhalb des Schamhaargrenze ein etwa 10 cm langer querer Schnitt gesetzt. Gründe sind:
  1. Steißlage des Kindes
  2. Mißverhältnis zwischen Kindesgröße und Becken der Mutter
  3. Kindliche Notlage unter der Geburt (Notkaiserschnitt)
  4. Geburtsstillstand (Geburt geht nicht weiter)
  5. Frühgeburt unter einer bestimmten Schwangerschaftswoche

Sehr ausführliche Informationen finden Sie zu dem Thema Kaiserschnitt hier:

Karzinom
Auch Carcinom. Fachausdruck für einen bösartigen Tumor

Kassenleistung
Eine Kassenleistung ist definiert durch zwei Dinge:
 
  • Die Kasse hat in einer Vereinbarung im Gemeinsamen Bundesausschuss  eine Übernahme der Kosten einer Leistung beschlossen.
  • Eine Leistung wird in der Erbringung durch Vorschriften begrenzt. So müssen Gründe für die Durchführung eines Ultraschalles, einer Untersuchung oder einer Analyse vorliegen.

    Letzteres wird von den Kassen gerne großzügig ausgelegt, da Sie im Allgemeinen keine weiteren Kosten zu befürchten haben, wenn ein Arzt/eine Ärztin eine Leistung erbringt.
 
Warum?
 
Die Kassen vergüten die Ärzteschaft (alle ambulant tätigen Ärzte) einmalig pro Quartal mit einer s.g. Kopfpauschale. Damit sind fast immer alle Leistungen abgegolten, mehr Geld für mehr Leistungen gibt es nicht. 
Klimakterium
Beschreibt den Zeitraum, in dem die Hormonproduktion durch die Eierstöcke der Frau versiegt. Meistens liegt dieser Zeitraum zwischen dem 45.-55. Lebensjahr. Es kommt kann zu Hormonmangelerscheinungen und klimakterischen Beschwerden, wie z.B. Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Unruhe, Depressionen u.ä. kommen.

Kolpitis

Als Vaginitis (lat.) oder Kolpitis (griech.) bezeichnet man eine Entzündung der Scheide (lat. Vagina, griech. Kolpos).
Weitere Informationen zur Kolpitis .

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