Amniocentese. Entnahme von Fruchtwasser zur Untersuchung auf Chromosomenveränderungen und auf Substanzen, welche einen Hinweis auf einen Neuralrohrdefekt geben. Durchgeführt meistens in der 14-16. Schwangerschaftswoche unter Ultraschallkontrolle.
Indikationen (Gründe) zur Fruchtwasseruntersuchung - Mütterliches Alter > 35 Jahre
- Erbliche Chromosomenstörungen bei Geschwisterkindern
- Erbliche Chromosomenstörungen der Eltern
- Fehlbildungen der Wirbelsäule oder Gehirns bei Geschwisterkindern (Spina bifida oder Anenzephalus)
- Familiäre Häufung erblich bedingter Erkrankungen
- Auffällige Ergebnisse der Screeninguntersuchungen (z.B. NT Screening, Triple-Test)
- Mütterliche bzw. väterliche Ängste
Zeitpunkt der Untersuchung der optimale Zeitpunkt der Untersuchung liegt zwischen der 14. - 17. SSW. Gibt es Gründe zur früheren genetischen Untersuchung, so sollte die Chorionzotten-biopsie durchgeführt werden.
Risiken der Untersuchung Die Komplikationsrate beträgt 0.5%-1%. Das Risiko, durch eine Fruchtwasserpunktion eine Fehlgeburt ausgelöst wird, beträgt 0.5%.
Durchführung Unter Ultraschallkontrolle wird durch die Bauchdecke eine hauchdünne Nadel in die Fruchthöhle eingeführt und etwa 12ml Fruchtwasser entnommen. Diese Probe wird in einem Speziallabor untersucht. Der Eingriff wird generell ambulant durchgeführt und bedarf keiner Narkose.