Je kleiner es ist, desto größer die Chance, daß der
Krebs noch lokal begrenzt ist und noch nicht auf die Lymphknoten der
Achselhöhle übergegangen ist oder sich im Körper ausgebreitet hat. In
der
Regel kann ein Krebsknoten von 1cm Durchmesser bei der
Tastuntersuchung festgestellt werden. Bis ein solcher Krebsknoten
so groß wird, daß Sie oder der Arzt oder die Ärztin ihn tasten kann,
ist er meistens schon längere Zeit vorhanden, so daß eine Absiedlung
der bösartigen Zellen in die Lymphknoten oder den Körper möglich ist.
Deshalb gibt es Untersuchungen, um die Geschwulst noch vor dem Zeitpunkt ihrer Tastbarkeit zu entdecken.
Die
typische Brustkrebsvorsorge bei einer familär nicht belasteten Frau
umfasst normalerweise ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich die
Tastuntersuchung und im Mammographiescreening dann zwischen 50 und 69
Jahren alle zwei Jahre die
Mammographie.Die
Mammographie ist in der Lage, >90% der noch nicht tastbaren, noch
sehr kleinen Krebsherde früher zu entdecken. Obwohl diese Untersuchung
von vielen Frauen als unangenehm empfunden wird, da die Brust dabei
ziemlich fest zwischen zwei Röntgenplatten gedrückt wird, bietet die
frühzeitigere Entdeckung der Krankheit entscheidend verbesserte Chancen
der Heilung.
Die Kontroverse über die möglichen Schäden durch
die Röntgenstrahlung schreckt auch viele Frauen davon ab, diese
Untersuchung bei sich vornehmen zu lassen, obwohl es bei allen
Fachleuten inzwischen unumstritten ist, daß die Vorteile ganz erheblich
überwiegen.
Patientinnen welche entweder nicht in das zwischenzeitlich eingeführte Mammographiescreening fallen oder welche Ablehnend einer Mammographie gegenüber stehen, können wir zusätzlich zur Vorsorgeuntersuchung eine hochauflösende
Mammasonographie anbieten. Hier handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchungsmethode, mit der das gesamte Brustgewebe ebenso wie die Region der Achsellymphknoten in seiner Feinstruktur dargestellt werden kann. Diese Methode kann in allen Fällen eingesetzt werden und ist ohne Röngenstrahlenbelastung. Wie jede Methode bietet auch diese keine 100% Sicherheit, z.B. können s.g. Mikroverkalkungen oder Vorstufen eines bösartigen Tumors nicht oder selten erkannt werden.
Diese Untersuchung ist nicht als Ersatz einer Mammographie oder des Mammographiescreenings zu verstehen.