Experten wollen Ärzte entmachten

Experten wollen Ärzte entmachten. So der Titel eines Artikels der FTD Deutschland vom 18.6.2009. Demnach wollen “Fachleute” aus Politik und Wirtschaft unter der Führung des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Biedenkopf erreichen, dass medizinische Hilfskräfte wie Schwestern und Pfleger zur Behandlung von Patienten zugelassen werden. In den USA gibt es schon lange “Paramedics” welche häufiger erste Anlaufstelle für Patienten sind. Ärzte sollen demnach nur noch behandeln, wenn es um schwerere Fälle oder Notfälle geht. Grund ist natürlich das liebe Geld. Die Organisation unter der Leitung von Dr. Bührlen ist der Meinung, dass Patienten sehr wohl heute schon entscheiden können, ob ein Arzt notwendig ist oder nicht. Man hofft damit Gelder aus den fehlenden Arztbesuchen einzusparen. Wie dieses gehen soll, da den meisten Ärzte in Deutschland, zumindest den Fachärzten bereits nur eine Pauschale genannt Regelleistungsvolumen zugestanden wird, ist jedem schleierhaft. Es wird sich sicherlich kaum eine weitere Berufsgruppe finden, welche gegen Pauschalen abeiten wird, egal wie hoch das Arbeitsaufkommen sein wird. Unter dem Deckmantel der Stärkung der Patientenrechte wird das Gesundheitssystem in Deutschland weiter runtergefahren. Der Sprung bis zur amerikanischen Normalität, welche für große Teile der Bevölkerung überhaupt keine ärztliche Versorgung mehr vorhält, ist nicht mehr groß. Interessant wird auch die Aussage “Die Patientenakte gehört dem Patienten” zu bewerten sein. Theoretisch müssten dann alle medizinischen Sektoren ein komplett kompatibles System der Dokumentation besitzen. Dieses ist aber selbst von Klinik zu Klinik nicht gegeben.