Ein Vorgehen, welches nun für die FDP völlig untypisch wäre, ist das sozialistische Vorgehen einer kalten Enteignung.
Genau das schwebt dem Bundesgesundheitsminister Rösler wohl vor, als Er davon sprach, dass Praxen, welche aus altersgründen in Ballungsräumen abgegeben werden, nicht mehr nachbesetzt werden dürfen?
Der offizielle Grund ist, dass in Ballungsräumen oder Großstädten die Arztdichte zu hoch sei, auf dem Land aber erhebliche Lücken vorhanden seien. Rösler möchte dieses Ungleichgewicht nun dadurch lösen, dass sich in der Stadt niemand mehr ohne weiteres niederlassen kann. Wird diese Idee Ärzte auf das Land treiben? Eher nicht, da sich die Arbeitsbedingungen nicht ändern werden.
Patienten in den Ballungsräumen werden aber umso mehr Probleme als heute bekommen, da die Arztdichte und damit die Erreichbarkeit abnehmen wird. Da Großstädte unter anderem deshalb eine größere Arztdichte als ländliche Gebiete haben, leigt auch am Pendlerverhalten der Patienten, welche in die Städte pendeln und dort auch die Ärzte aufsuchen, einfach aus praktischen Gründen.
Soll die Arztichte gesenkt werden, werden genau diese Patienten deutliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
