Ulla Schmidt möchte Früherkennung ausweiten

Ulla Schmidt möchte Früherkennung ausweiten.

Bundesgesundheitsministerin Schmidt möchte Vorsorgeprogramme ausweiten. Medizinstatistiker zweifeln jedoch am Nutzen. So relativiert sich der Nutzen des Mammographiescreenings wenn Frau erfährt, dass 4 von 1.000 Frauen welche am Screening teilnehmen, an Brustkrebs erkranken, jedoch 5 von 1.000 Frauen, welche nicht teilnehmen. Das sind die berühmten 25% Nutzen des Screenings.
Bei Darmkrebsscreening gibt es lt. Experten überhaupt keine Daten über den Nutzen des Screenings, jedoch schon über die Nebenwirkungen. Gleiches gilt für die Prostata. Leider werden aber auch nicht sonderlich valide Daten gegen ein Screening in das Feld geführt. Obwohl in Deutschland die Gynäkologen bis zu fünf mal mehr Abstriche des Gebärmutterhalses machen als im europäischen Ausland sterben hier mehr Frauen daran als in Finnland. Was nicht gesagt wurde, dass leider in Deutschland nur 50% aller Frauen regelmäßig zur Vorsorge gehen, alle anderen z.T. in Intervallen von fünf Jahren aufwärts. In Ländern mit einem Screening werden die Teilnehmerinnen eingeladen, die Quote der regelmäßig untersuchten Frauen ist damit erheblich höher.