Die AOK möchte in einem Online Portal Ihren Kunden die Möglichkeit geben, dass diese die abgerechneten Leistungen Ihrer Ärzte einsehen können. So schön diese Idee sein mag, so genau ist auch der AOK bekannt, dass diese Daten nichts, aber auch überhaupt nichts mit dem realen Verdienst des Arztes zu tun haben. Fast alle Fachgruppen bekommen für einen Patienten überwiegend Pauschalen für ein komplettes Quartal einer Behandlung. Bedeutet im Klartext: Ob ein Arzt lediglich einen Patientenkontakt in drei Monaten aufgrund von Beschwerden oder den Patienten zehnmal sieht, in den allermeisten Vergütungsfällen bekommt dieser dafür exakt gleich viel. Die Vergütung ist pauschalisiert, die Abrechnung von Ziffern ist eigentlich eine Form des Selbstbetruges, da kein Zusatzeinkommen generiert wird. Das aber ist dem Patienten nicht bekannt. Mittels dieses Portals wird dem Patienten nun aber suggeriert, dass bei jedem Kontakt Geld in Höhe der abgerechneten Ziffern fliesst.
Wie war es doch noch einmal? Wer Mißtrauen säet.....
