|
Seite 11 von 14
7.2.2 Invasiv
Bluttransfusion bei Rhesusinkompatibilität
Die
intravaskuläre Transfusion unter sonographischer Kontrolle ist
erfolgreicher als die intraperitoneale Transfusion, ist bereits ab SSW
17 + 0 möglich und insbesondere beim Hydrops fetalis effektiv. Daher
müssen die vorbereitenden Untersuchungen (zum Beispiel Bilirubin- und
Hämoglobin-Konzentration und Hämatokrit im fetalen Blut sowie die
Bilirubin-Konzentration im Fruchtwasser) zu diesem Zeitpunkt vorliegen.
7.3 Operative Maßnahmen
Intrauterine
Operationen sind wegen des hohen Risikos und mangelhafter
Erfolgschancen weitgehend verlassen worden. Sie sind nur in seltenen
Einzelfällen indiziert.
Anmerkung:
Jede
intrauterine Therapie kann nur über die Mutter erfolgen. Daher ist ihre
Zustimmung aus zwei Gründen erforderlich:
- die Mutter ist in ihrer Leibesintegrität mitbetroffen,
- das Kind ist nicht einwilligungsfähig.
Der
Vater des Kindes sollte in die Überlegungen einbezogen werden, seine
Zustimmung ist nicht erforderlich, ein Verweigerungsrecht besteht
nicht.
8. Qualifikationsnachweise
Die Qualifikation für verschiedene Bereiche der pränatalen Diagnostik wird wie folgt dokumentiert:
Erstuntersuchung der Schwangeren und Erfassung der Risikofaktoren:
- Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
|