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3.4 Pränatale Diagnostik bei erhöhtem Risiko
(zum Beispiel nach dem Ergebnis der Untersuchung biochemischer Marker)
Möglichkeiten der gezielten pränatalen Diagnostik bei erhöhtem Risiko sind
nicht invasiv:
- mikrobiologische Untersuchungen aus dem Blut der Schwangeren,
- gezielte Sonographie,
- Röntgendiagnostik, eventuell Magnetresonanztomographie.
invasiv (siehe Tabelle):
- Chorionzotten-/Plazentabiopsie,
- Amniozentese,
- Chordozentese,
- Organbiopsie (zum Beispiel Haut, Leber, Muskel),
Embryo-/Fetoskopie.
Das zytogenetische Ergebnis ist verfügbar
- in der Kurzzeitkultur nach 1 bis 3 Tagen (hat die Bedeutung eines vorläufigen Ergebnisses),
- in der Langzeitkultur nach 10 bis 21 Tagen,
- nach Nabelschnurpunktion nach 3 bis 5 Tagen.
Die
Interphase-FISH-Diagnostik und/oder molekulargenetische
Schnelldiagnostik kann als Schnelltest zur Erkennung der häufigsten
Aneuploidien dienen, jedoch - mit Ausnahmen - eine Karyotypisierung
nicht ersetzen. Anmerkung zu Risiken des Aborts bzw. intrauterinen
Fruchttodes bei invasiven Verfahren der pränatalen Diagnostik (siehe
dazu auch Nutzen-Risiko-Analyse und -Abwägung bei 10. "Rechtliche
Rahmenbedingungen"): Die genaue Ermittlung eines Kausalzusammenhangs
zwischen Eingriff und Abort ist im Einzelfall - auch durch
morphologische Untersuchung des Abortmaterials - nur selten möglich,
jedoch unabhängig von der Entnahmetechnik (transzervikal und
transabdominal) < 3 %.
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