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Seite 1 von 3 Welche Hormone werden in den Wechseljahren verordnet?
Generell werden Östrogene in Kombination mit einem Gelbkörperhormon
gegeben. Eine Ausnahme bilden lediglich die Frauen, die keine
Gebärmutter mehr haben. Sie können eventuell auch nur Östrogene
einnehmen. Es gibt verschiedene Arten von Östrogenen und
Gelbkörperhormonen, verschiedene Kombinationsmöglichkeiten dieser
Hormone und verschiedene Anwendungsarten.
Östrogene Es werden die natürlichen Östrogene verwendet, die
auch von den Eierstöcken produziert werden, entweder in reiner Form
oder in einer Verbindung, die im Körper zu reinem Östrogen umgewandelt
wird. Außerdem gibt es noch Östrogene, die aus dem Urin von Stuten
gewonnen werden und den weiblichen Östrogenen in ihrer Wirkung ähnlich
sind. Die natürlichen Östrogene dürfen nicht mit den synthetischen
Östrogenen der " Pille" verwechselt werden, die sehr viel stärker
wirken. Deshalb sind auch viele Nebenwirkungen der "Pille" bei den
natürlichen Hormonen nicht vorhanden.
Gelbkörperhormon
Überwiegend werden sogenannte synthetische Gestagene verordnet, die
sich in ihren Wirkungen teilweise erheblich unterscheiden. Als
besonders günstig erweisen sich Gestagene, die sich direkt vom
natürlichen Progesteron ableiten lassen. Diese Progesteronabkömmlinge
haben die gute Eigenschaft, die positiven Wirkungen der natürlichen
Östrogene, z.B. auf das Herz-/Kreislaufsystem, nicht zu beeinflussen.
Alle
verfügbaren Hormonersatzpräparate enthalten naturidentische Östrogene.
Die Präparate unterscheiden sich aber in der Art des Gelbkörperhormons.
Gibt es Nebenwirkungen einer Hormon-Ersatz-Therapie?
Ja,
natürlich! Diese Präparate sind Medikamente. Es gibt kein wirksames
Medikament, welches nicht auch Nebenwirkungen aufweist.
Geringradige
Nebenwirkungen sind anfängliches Brustspannen in den ersten Monaten der
Einnahme, Übelkeit bei/nach der Einnahme, Spannungsgefühl in den
Beinen, eventuelle Gewichtszunahme, Blutungsprobleme,
Stimmungsschwankungen.....
Bedeutendere Nebenwirkungen
sind häufigere Gefäßverstopfungen (Thrombose, Embolie), Herzinfarkt -
und Schlaganfallrisiko kann steigen und eine höhere Rate an Brustkrebs
bei längerer Anwendung. Speziell diese Risiken sind in den beiden
großen Studie aus den USA und England herausgearbeitet worde.
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