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Osteoporosebehandlung mit Infusion? PDF Drucken E-Mail
27.10.2007
Wirbel hat eine Meldung ausgelöst, dass eine einmalig im Jahr gegebene Infusion das Osteoporoserisiko genauso günstig beeinflussen kann, wie die bisher typisch angewendeten Tabletten.
Bislang mussten Patienten mit einer nachgewiesenen Osteoporose entweder einmal am Tag oder einmal pro Woche eine Tablette einnehmen. Das war mit einer relativ umständlichen Prozedur (30min im Stehen abwarten) und verursacht z.T. erhebliche Magenbeschwerden, welche der häufigste Grund für das Absetzen der Medikamente war. Das New England Journal of Medicine hat nun in einer im Mai veröffentlichten Publikation nachgewiesen, dass eine einmalige Infusion im Jahr mit Zoledronsäure den gleichen Effekt hätte.
 
Es gibt aber auch hier etwas Wasser in den Wein zu giessen. Die verwendete Substanz hat in Deutschland erst kürzlich die  Zulassung zu dieser Behandlung erlangt. Daher gibt es für die Kassen keine generelle Erstattungspflicht, jedoch existiert bereits ein Vertrag der DAK im Rahmen einer Osteoporosebehandlung, weitere sind in Vorbereitung. Voraussetzung ist in jedem Fall die bestehende Diagnose einer Osteoporose, eine vorbeugende Behandlung um es nicht zu einer Osteoporose kommen zu lassen, wird damit nicht verordnungsfähig. Ausserhalb dieser Verträge, ohne Vereinbarung im "Gemeinsamen Bundesausschuss", können Ärzte sogar wegen der Verwendung oder Verordnung in Regress genommen werden.
 
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